Wo Technik und wissenschaftliches Wissen das alltägliche Leben beeinflussen und menschliches Handeln gestalten, da hält Niklaus Ingold Ausschau nach Beute: Er forscht und publiziert zur Wissenschafts-, Technik- und Kulturgeschichte moderner Gesellschaften.

Ingold hat Geschichte, Politikwissenschaft und Philosophie studiert. 2015 promovierte ihn die Universität Zürich aufgrund einer medizin- und wissenschaftshistorischen Untersuchung zum Streben nach Gesundheit im 20. Jahrhundert. Das Dissertationsprojekt war vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt worden.

Von 2011 bis 2015 war Ingold als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Medizingeschichte der Universität Zürich tätig. Davor hatte er als Reporter, Produzent und Abschlussredaktor für das Limmattaler Tagblatt gearbeitet. Die Regionalzeitung hatte ihn im Jahr 2000 als Praktikanten angeheuert.

Als freiberuflicher Historiker setzt Ingold Forschungsvorhaben um und führt Auftragsarbeiten aus. Er ist Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Geschichte und der Schweizerischen Gesellschaft für Gesundheits- und Pflegegeschichte.

ingold[at]ogre.ch


Veröffentlichungen

Ernährungsforscher auf dem Schafott (Editorial), in: Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin 2017, 5, S. 1.

Zusammen mit Sibylle Marti und Dominic Studer: Strahlenmedizin. Krebstherapie, Forschung und Politik in der Schweiz, Zürich: Chronos 2017.

Rezension zu Barnaby, Alice: Light Touches. Cultural Practices of Illumination, 1780-1900. London 2017 , in: H-Soz-Kult, 24.04.2017.

Voltaren, in: Georg Kreis und Beat von Wartburg (Hg.): Chemie und Pharma in Basel. Wechselwirkungen einer Beziehung - Aspekte und Materialien, Basel: Christoph-Merian-Verlag 2016, S. 169-173 (Chemie und Pharma in Basel, Bd. 2).

Pop und Gymnastik in der Maschinenhalle, in: WOZ Musik, 20.10.2016, S. 14-15 (Teaser).

Schlank, sonnen­ge­bräunt und überwacht? Über Fitness­kritik, in: Geschichte der Gegenwart, 24.04.2016.

Rezension zu Ulrike Heider: Vögeln ist schön. Die Sexrevolte von 1968 und was von ihr bleibt (Berlin 2014), in: Virus – Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin 14 (2016), S. 357-359.

Rezension zu Kury, Patrick: Der überforderte Mensch. Eine Wissensgeschichte vom Stress zum Burnout, Frankfurt am Main: Campus 2012, in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 65 (2015), 3, S. 505-506.

Das gesunde Licht der Moderne - Kellogg vs. Finsen oder die kontroverse Ausrichtung der Lichttherapie um 1900, in: Therapeutische Umschau 72 (2015), 7, S. 451-456.

Lichtduschen. Geschichte einer Gesundheitstechnik, 1890-1975, Zürich: Chronos 2015 (Interferenzen. Studien zur Kulturgeschichte der Technik 22).

Zusammen mit Flurin Condrau: Gesundheit am Arbeitsplatz. Betriebliche Fitness in den 1960er- und 1970er-Jahren, in: Jakob Tanner und Brigitta Bernet (Hg.): Ausser Betrieb. Metamorphosen der Arbeit in der Schweiz, Zürich: Limmat 2015, S. 276-292.

Die Erfindung der Sonnencreme, in: Neujahrsblatt des Stadtzürcher Heimatschutzes, 2015, S. 21-22.

Die Sonnenlampe als Muntermacher des zivilisationskranken Städters, in: Schweizerische Ärztezeitung, 2009, 23, S. 925-926.


Medien

Besser leben, Gast in der Sendung Kulturplatz, Schweizer Fernsehen SRF, 17.05.2017.

Felix Straumann: Hautkrebs wegen UV-Bestrahlung als Kind?, Tages-Anzeiger, 21.10.2016.

Katharina Brenner: Sonnenbank hat Schattenseiten, Tagblatt Online, 31.03.2016.

Felix Straumann: «UV-Licht galt als Stärkungsmittel», Tages-Anzeiger, 14.12.2015.

Matthias Scharrer: Als das (Sonnen)-Baden aufkam, Limmattaler Zeitung, 03.07.2015.

Maurus Immoos: Sonnenbäder und Lichtduschen, UZH-Magazin, 02/2015, S. 29-30.

Wandel und Wirkung der Lichttherapie, Gast in der Sendung Wissenschaft im Gespräch, Schweizer Radio SRF, 24.11.2010.